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31. Oktober 2007Da ich nun Internet und mein USB-Kabel habe gibt es auch endlich Bilder. Die drei Neusten finden sich zur Rechten in der Sidebar.
Bald werde ich etwas zum Leben und Arbeiten schreiben.
Da ich nun Internet und mein USB-Kabel habe gibt es auch endlich Bilder. Die drei Neusten finden sich zur Rechten in der Sidebar.
Bald werde ich etwas zum Leben und Arbeiten schreiben.
Unsere WG teilt sich drei Schlafräume; im Moment teilen sich die Damen das Doppelzimmer mit Bad, uns Männern bleibt für das nächste halbe Jahr der Luxus des Einzelzimmers erhalten. Danach wird gewechselt. Wir haben ein weiteres Bad, ein großes Wohn-/Esszimmer mit zwei Sofas, einem Sessel, zwei Couchtischen, einem Fernseher und einem Tisch. Hier speisen wir, sehen „Friends“ (Englisch mit portugiesischen Untertiteln; nach 19 Jahren Abstinenz habe nun auch ich meine Liebe für Serien entdeckt…) oder Filme von unserem Laptop. Bald haben wir hoffentlich auch Internet in unserer Wohnung. Die Küche kann mit einem Gasherd, einer etwas altersschwachen Dunstabzugshaube, einer Mikrowelle, einem großem Kühlschrank, einer Spülmaschine, einer Waschmaschine, einem kleinen Tisch und einem bis gestern etwas abenteuerlichen Boiler, der uns gelegentlich mit warmem Wasser versorgt (der Techniker hat es nun gerichtet), aufwarten.
Wir wohnen im fünften Stock, über uns ist die Dachterrasse, die zur Zeit nur zum Wäscheaufhängen genutzt wird, allerdings m.E. dank großzügigem Raum und schöner Aussicht durchaus noch Potential hat. Ein Park zum Joggen, sowie Cafés zum Frühstücken sind schnell zu erreichen. Fahrstuhl und naheliegende Bushaltestellen machen selbst Einkäufe mit fünf-Liter-Flaschen von Wasser möglich.
Die Busse kommen zwar selten zur erwarteten Zeit, da wir sehr zentral in Almada wohnen, bringen uns jedoch viele Heim und zur Arbeit (ca. 15 Min.). Auch das Almada Forum, ein riesiges Einkaufszentrum, das – ganz Konsumtempel – ein Kuppeldach hat und selbst sonntags erst um Mitternacht eine Tore schließt, ist in einer Viertelstunde erreicht. Zum Strand (ca. 40 Min.) bringt uns leider nur eine Linie, und die unter starker Belastung für den Magen. Die meisten Busse fahren von einer Haltestelle in der Hauptstaße, die sich in einem Bogen durch das neuere Almada zieht. Das Gros der Häuser ist vermutlich weniger als 50 Jahre alt, so auch unseres. Die Straße führt zum Fährhafen, der uns neben der Auto- und Zugbrücke mit Lissabon verbindet. Am Tejoufer auf unserer Seite finden sich ältere, schöne Gebäude sowie stilvolle Restaurants und Cafés, deren Besuch sich neben - für deutsche Verhältnisse - günstigen Preisen besonders für den Blick auf das nächtliche Lissabon lohnt.
Letzteres erreichen wir von dort via Boot in sechs Minuten, die Fahrt ist in unserer Monatskarte inbegriffen.
Doch auch Almada selbst hat seinen Reiz. Neben mehreren Parks gibt es eine moderne Bibliothek, ein Theater und ein riesiges Sportzentrum, zahllose Cafés, Restaurants und Läden. Die Menschen sind freundlich, man kommt schnell in Kontakt. Die Sonne und das helle Kopfsteinpflaster der Bürgersteige nehmen dem eher unästhetischen Wohnungsbau seine abschreckende Wirkung. Manchmal muss man aufpassen, dass man nicht in den Kot der Straßenhunde tritt, der schlechte bauliche Zustand der Häuser ruft einem ins Gedächtnis, dass dieser Ort kein gängiges Urlaubsziel ist. Almada hat jedoch durchaus Charme, man gewinnt das Gefühl, dass sich die Stadt Mühe gibt, sich weiterzuentwickeln; eine Straßenbahn ist im Bau und auch die o.g. öffentlichen Gebäude machen einen sehr guten und vor allem neuen Eindruck.
In wenigen Tagen werden Beiträge zu Arbeit und Freizeit folgen. Und natürlich Bilder.
Danke für eure Kommentare.
…bin ich nun hier, in Almada, Portugal.
Nach einem Wochenende in Koeln, welches mit Sonne, neuen Kontakten und angenehmer Atmosphaere, und bisweilen sogar mit interessantem Inhalt (Interkulturelles Lernen) aufwarten konnte, habe ich endlich meinen Weg nach Portugal gefunden.
Die Sonne scheint ununterbrochen, wir Freiwilligen verbringen unsere Tage am Strand, in Lissabon, mit Kochen und Einkaufen. Die Arbeitsstelle haben wir zwar bereits gesehen, gearbeitet wird aber erst naechste Woche.
Die Wohnung ist gross und (noch) karg. Das “Centro”, unsere Arbeitsstelle, ist etwas heruntergekommen, was jedoch durch eine Schar von herzlicher und motivierten Mitarbeitern (64 an der Zahl) mehr als wett gemacht wird.
Mir geht es gut, ich nehme mir den Rat unseres Mentors zu Herzen: “relax”.
Ich werde bald mit Fotos aus meinem neuen Leben in Englisch-Portugiesisch-sprachiger Umgebung, die Sonnenschutzfaktor 20 an seine Grenzen treibt, berichten. Leider schliesst das Internetcafé bald.
Am 8. Oktober werde ich vom Flughafen Köln-Bonn nach Lissabon fliegen. Dies ist eine der wenigen Verbindungen, die ohne Aufenthalte in Brüssel, Mallorca oder Madrid auskommen und dennoch für zwei Personen in unserem Budget von 350€ bleiben. Da unser Ausreiseseminar auch in der Nähe von Bonn ist, werden wir nicht davon zurückkehren, sondern irgendwo vor Ort die letzte Nacht in Deutschland verbringen. Somit beginnen morgen die letzten sieben Tage in Kassel. Nun heißt es Portugiesisch zu lernen, die letzten Besorgungen machen, packen und sich verabschieden.
Zu unerwarteter Tageszeit erreicht mich eine Mail von meinem Mentor in Portugal:
Der Direktor hat das Formular unterschrieben, wir sind genommen. Wir sollen den Flug buchen.
Endlich einmal ungetrübte Vorfreude:
Spätestens am 9. Oktober bin ich außer Lande!
Um die Zeit mit etwas anderem, als Warten zu verbringen, habe ich mit Beistand eines Freundes die Blog-Software aktualisiert, was eine Fülle neuer Elemente ermöglicht.
Neben eher unauffälligen Änderungen stehen dem geneigten Leser nun folgende neue Funktionen zur Verfügung:
In der Ecke rechts oben befindet sich das Wetter, welches an meinem jeweiligen Wohnort anzutreffen ist.
Etwas weiter unten, aber dafür wesentlich exponierter, der direkte Zugang zum abonnieren des RSS Feeds.
Zuletzt die neue Möglichkeit direkt mit mir in Kontakt zu treten. Am unteren Ende der Sidebar ist das dazugehörige Fenster.
Nachdem heute die Absage für das Seminar in Weimar in meinem E-Mail-Postfach war, habe ich in Bornheim, wo vom 5. bis 7. Oktober ein Ausreiseseminar stattfindet, angerufen. Mit Erfolg, wir sind nun angemeldet, müssen bis Montag nur noch eine Unterschrift unserer Entsendeorganisation liefern.
Damit ist der frühestmögliche Abreisetag der 8. Oktober. Was nach wie vor noch nicht bis zu mir vorgedrungen ist, ist etwas Schriftliches aus Portugal.
Da sich heute wider Erwarten doch mein ganzer Tag mit Telefonieren und Mailen gefüllt hat, will ich schon heute ein wenig schreiben.
Nach der im letzten Beitrag genannten Nachricht habe ich unserer Ansprechpartnerin bei der Entsendeorganisation, dem IB, und unserem Mentor vor Ort geschrieben.
Nächstes Wochenende sollte ja bekanntlich unser Ausreiseseminar sein…
Beim IB ist jedoch telefonisch niemand von der EVS-Sektion zu erreichen, Privatnummern nicht verfügbar. Kurzentschlossen rufe ich direkt die Jugendbildungstätte in Weimar an, in der das Seminar stattfindet. Die Vertretung des eigentlich Verantwortlichen kann mir zumindest die Auskunft geben, dass ich nicht auf der Teilnehmerliste bin. Also weiter telefonieren. telefonbuch.de ist freigiebig: Festnetz- und Handynummer unserer Ansprechpartnerin sind schnell gefunden. Die Erste lässt mich erfahren, dass sie momentan nicht in der Stadt ist. Ich überwinde meine Skrupel bezüglich der angemessenen Diskretion und schreibe ihr eine SMS. Am frühen Abend kommt ein Rückruf mit dem Versprechen morgen das Mögliche für eine Teilnahme am Ausreiseseminar in die Wege zu leiten. Sehr gut. Einige Stunden später erreicht mich eine neue Nachricht von meinem Projekt in Portugal: Wären wir, wenn morgen alles glatt geht, bereit am 2. oder 3. Oktober anzureisen?
Ich bin es.
Bis morgen.
Heute haben wir bei der Portugiesischen Nationalagentur angerufen. Das Projekt ist “approved” von dem Rat, der die Projekte aussucht. Allerdings fehlt noch die Unterschrift des Direktors, also die offizielle Bestätigung. Dafür sei aber die “chance” “very big”, wie mir ein Mitarbeiter vertrauensvoll mitteilte. Angeblich würde dies morgen geschehen und somit dann auch etwas schriftliches verfügbar sein.
Fein.
Nach Aussage der Portugiesischen Nationalagentur wollen sie heute, am 21. September, die Entscheidungen über alle EVS-Anträge treffen. Demnach sollte auch das Ergebnis unseres Antrags Montag zugänglich sein.
Das wäre für mich schon überraschend früh, schließlich hat das letzte September-Drittel, in dem die Entscheidungen fallen sollten, gerade erst begonnen. Mir bleibt nur zu hoffen, dass sich mein Misstrauen als unbegründet herausstellt.
Ich werde berichten.